Gartentipps rund ums Jahr...
....April...
Achtet auf die Brut- und Setzzeit. Seit dem 01.03. bis 30.09. ist das starke Stutzen oder gar Roden von Hecken und größeren Sträuchern dem Tierschutz zuliebe verboten. Das ist eine Ordnungswidrigkeit und kann mit empfindlichen Bußgeldern bis 50.000 € belegt werden.
Die Temperaturen steigen spürbar und die Vegetation nimmt deutlich zu. Die Gartenarbeit duldet jetzt kaum noch Aufschub. Dann mal ran!
Die Forsythien sind durch und damit die Rosen hoffentlich alle kräftig geschnitten und gedüngt. An Bodenverbesserung durch Humus und als Dünger ne Kompostgabe haben wir im vergangenem Monat bereits gedacht.
Die Gewächshäuser sind auch gereinigt und mit frischem krümeligem Boden versorgt.
Die Blumen haben mglw. auch schon den ersten Dünger in Form von Kompost oder Hornspänen erhalten (Sonst wär das jetzt die richtige Gelegenheit).
Auch wenn wir die Eisheiligen noch vor uns haben - starke Fröste sind wohl nicht mehr zu erwarten und die Bodentemperaturen steigen schon schön. Das heißt spätestens jetzt sollte die Rasenpflege Thema im Garten sein. Wer es also noch nicht gemacht hat:
Achtung wenn eine Kalkung nötig ist (pH-Wert Check) dann auf keinen Fall zeitlich nahe zur Düngung (gut einen Monat vorher).
Kalkmangel erkennt man oft an sich ausbreitenden Moosen – auf jeden Fall aber bei Auftreten von Unkräutern die sauren Böden bevorzugen (Sauerampfer, kriechendes Fingerkraut oder Kornblumen). Nur ein Moosbefall reicht nicht um zu wissen das man Kalken sollte. Bodenverdichtung, Staunässe, Nährstoffmangel oder Verschattung sollten erst ausgeschlossen werden. Vertikutieren, Aerifizieren sowie regelmäßiges Düngen sollten erst zum Einsatz kommen und nur dann Kalk gegeben werden, wenn diese Maßnahmen alle nicht zu einer Besserung führten.
Für leichte, sandige Böden sollte der ph-Wert eines Rasenbodens bei 5,5-6,0 liegen. Für schwere, tonige Böden eher bei 6,5-7,5 damit Nährstoffe optimal verfügbar für die Rasenwurzeln sind.
Wenn dann Kalk nötig ist, sollten:
-leichte, sandige Böden : 40 - 50 g/qm
-lehmige Böden : 100-150 g/qm
-schwere, tonige Böden : 200-250g/qm gegeben werden.
Ist der Rasen also trocken und ist es ausreichend warm, sollte man zuerst einen Säuberungsschnitt vornehmen (auf ca. 4-5 mm) - ggf. vertikutieren und/oder aerifizieren.
Lücken sollten mit einem gutem Saatgut geschlossen werden. (Achtung: die Saat keimt erst ab ca. 8 Grad Bodentemperatur.)
Danach wäre für den Rasen eine Frühjahrsdüngung mit Düngern mit höherem Phosphoranteil zu empfehlen. (Nie mit einer Kalkung zusammen durchführen)
Danach muss gut gewässert werden und die Düngung ruhig 2x im Jahr wiederholen.
Ein guter Zeitpunkt auch Nistkästen für Marienkäfer und Florfliegen anzubringen - denn denkt daran: sind diese Insekten zahlreich in unseren Gärten, haben wir nicht zu stark mit Läusen und Co. zu tun! Aber dafür benötigen sie gute Bedingungen (Nisthilfen, Blumen...)
Prima sind auch Nistkästen für Wildbienen. Von ihnen bekommen wir zwar keinen Honig, doch sind sie noch weit bessere Bestäuber als ihr Verwandten, die Honigbienen. (Honigbienen sind eher auf Massentracht aus und suchen daher nicht so vielfältigen Nektar).
Da Wildbienen nun aber kleine Leckermäulchen sind suchen sie vielfältigeren Nektar. Sie anzulocken und für gute Lebensbeding-ungen für sie zu schaffen ist von besonderer Bedeutung, da sie vom Aussterben bedroht sind. Und ganz nebenbei sind sie für uns Menschen auch noch deutlich harmloser als ihre gezüchteten Artgenossen.
Das erste Gemüse sollte nun zumindest vorgezogen sein bzw. werden.
Die Beete mit Kompost aufgepeppt, sodass die jungen Pflänzchen dann in ihrem nährenden, frischen Platz gut gedeihen können. Wenn ihr schon direkt ins Beet sät achtet unbedingt noch auf Frostschutz, denn wie bereits erwähnt: die "Eisheiligen" stehen noch vor der Tür!
Ist der Pflanzplan für die bevorstehende Saison fertig? Für eine reiche Ernte, sollte man immer darauf achten seine Böden nicht zu stark auszulaugen. Deshalb ist neben einer Herbstpflanzung von Gründünger und/oder eben die gute Gabe von Kompost auf die Beete auch auf Fruchtfolge (Starkzehrer-Mittelzehrer-Schwachzehrer in einem Beet in der gleichen Saison) und auf Fruchtwechsel (vier Felder Wirtschaft) zu achten - genauso wie auf gute und schlechte Beetpartner. Ist der Boden gut, kann sich die Pflanze gut entwickeln!
... der Selbstversorgung steht nun nichts mehr im Wege...